Menschen und ihre Lebensräume werden durch den Abbau von Uran, seine Verarbeitung und die Entsorgung von radioaktivem Abraum mit Uran und seinen Zerfallsprodukten belastet. Die zweite Broschüre in der neuen IPPNW-Reihe zur „Nuklearen Kette“ befasst sich mit den gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus, zeigt Beispiele seiner Auswirkungen in verschiedenen Ländern der Welt und einen Überblick des Uranabbaus weltweit.
28 Seiten, Format: DIN A6, 4-farbig
Daten und Fakten über den Rohstoff des Atomzeitalters
Immer wieder wird das falsche Narrativ der sauberen Energiequelle Atomkraft gepredigt. Doch egal in welches Land geblickt wird, die nukleare Verschmutzung und ungelösten Probleme sind allgegenwärtig. Sei es durch die Geiselhaft ukrainischer Atomkraftwerke (AKW) durch Russland und Bedrohungsszenarien weltweit, sei es die Ausbeutung von Menschen und Natur zur Urangewinnung etwa in afrikanischen Ländern und Kanada oder durch den hochgefährlichen Atommüll, der sich auch in Deutschland stapelt.
Doch anstatt die erheblichen Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen, ist davon auszugehen, dass die deutsche Bundesregierung sich für den Einstieg des Kreml-Konzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen aussprechen wird. Die europäische Atomindustrie ist und bleibt so zu großen Teilen abhängig von Technik und Uran aus Russland und Kasachstan.
Der Uranatlas, den die Nuclear Free Future Foundation, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Umweltstiftung Greenpeace, .ausgestrahlt und die Ärzt*innenorganisation IPPNW herausgeben, gibt einen umfangreichen Einblick in die Atomrisiken und dokumentiert die Hintergründe und weltweiten Verstrickungen der Uran-Industrie. Neben einer umfangreichen Aktualisierung gibt es unter anderem neue Kapitel zum russischen Staatskonzern Rosatom sowie den AKW-Plänen in der Türkei.
Die aktualisierten Auflage des fundierten Grundlagenwerk über den Rohstoff des Atomzeitalters ist ab 3. März 2026 erhältlich!
Der Schwerpunkt dieses Heftes ist das Thema Uranbergbau, dem ersten entscheidenden Glied der Nuklearen Kette. Der Fokus wurde auf den Uranbergbau in Deutschland durch die Wismut gelegt; ein weitgehend unaufgearbeitetes unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte, dass noch heute, 25 Jahre nach Schließung der Gruben, Hunderte von Toten fordert. Und das nicht nur bei uns. Michael Beleites ruft uns in Erinnerung, dass es deutsches Wismut Uran war, das bei den Atomkatastrophen von Kyschtym, den oberirdischen Atomtests von Nowaja-Semlja und Semipalatinsk und dem Super-GAU von Tschernobyl im Spiel war. Der Uranbergbau in Deutschland hatte nicht nur eine regionale, sondern eine internationale Dimension, die fortwirkt.
Heft 139, September 2014
Die Urankonferenz „Sacred Lands, Poisoned People“war der Auftakt des 19. Weltkongresses der IPPNW in Basel, auf dem das International Council der IPPNW dazu aufgerufen hat, den Uranabbau weltweit zu ächten. Uranabbau ist auch der Schwerpunkt dieses IPPNWforum-Heftes. Es ist ein wichtiges Thema, das leider bei den derzeitigen Diskussionen über Laufzeitverlängerung viel
zu oft vergessen wird. Mit folgenden Beiträgen:
- Im Staub: Fotos von Philip Reynaers
- Das gelbe Monster: Der Uranabbau und das Leid indigener Völker
- Karte der Ausbeutung: Das Uran muss in der Erde bleiben
- Tödliches Gift: Wie Uran die Menschen krank macht
- So etwas hatten die Dene früher nicht: Interview mit Dr. Dale Dewar und Dr. Michael Dworkind
Heft 123, September 2010
Hier sehen Sie eine Auswahl der IPPNWfactsheets zum Themea Uranabbau:
» Uran: Die Produzenten und die Verbraucher IPPNWfactsheet Nr. 2 / PDF
» Wie wird Uran abgebaut? IPPNWfactsheet Nr. 3 / PDF
» Gesundheitliche Folgen des Uranabbaus IPPNWfactsheet Nr. 4 / PDF
Die deutsche Atomindustrie ist bei den Uranimporten auch von Staaten außerhalb der OECD abhängig. Die IPPNW hatte nach einer Recherche über die Versorgung Deutschlands mit Uran bestätigt, dass sich unter den Herkunftsländern deutschen Urans Staaten wie Niger und Namibia befinden, in denen Umwelt- und Sozialstandards massiv verletzt werden. Die Statistiken über die Herkunft des Urans, das in deutschen AKWs verwendet wird, sind irreführend und unvollständig. Die IPPNW fordert die Bundesregierung daher auf, Informationen über Einfuhr und Herkunftsländer endlich offen zu legen. Dass die Bundesregierung die Herkunft des in deutschen AKW verwendeten Urans verschleiert, deutet darauf hin, dass es aus Ländern bezogen wird, in denen Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört wird.